Im Gespräch mit Jürgen Wintzen, Geschäftsführer der bm-orga GmbH (Beratung für Management und Organisation) und anerkanntem Experten in den Themenbereichen Arbeitszeitmanagement und Personaleinsatzplanung im Rahmen des 2. Employee Logistics Forums in Hamburg im Mai 2010.
Die aktuellen Entwicklungen aus dem wirtschaftlichem Umfeld belegen immer noch Defizite bei der effizienten und bedarfsgerechten Personaleinsatzplanung in einer Vielzahl der deutschen Betriebe. Die Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft!
Die deutschen Unternehmen verspielen mit kurzfristigem Denken und Handeln bei Personaleinsatzplanung und bedarfsgerechter Arbeitszeitgestaltung ein enormes Potenzial für mehr Wettbewerbsfähigkeit sowie die damit verbundene Zukunftssicherung am Standort Deutschland.
Zu oft werde, wenn es um die Sicherung des Standorts gehe, auf nur bedingt taugliche Werkzeuge wie den Einsatz externer Mitarbeiter, Personalabbau, kurzfristige Verlängerung von Arbeitszeiten oder Sonderschichten zurückgegriffen. Diese Sofortmaßnahmen seien meist teuer und gingen langfristig zu Lasten von Qualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit. Deutschland brauche aber eine Langzeittherapie und keine Erste Hilfe, so das Fazit. „Kapazitätsspitzen mit Leiharbeitern auszugleichen ist nur auf den ersten Blick der einfachere Weg - und mit Sicherheit kein günstiger", kritisiert Jürgen Wintzen das gängige Verhaltensmuster in deutschen Betrieben.
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