Steigender Leistungsdruck - Fallende Produktivität
Zunächst ein Überblick der Situation in Deutschland …
Arbeitszeit
in effektiven Arbeitsstunden pro Mitarbeiter im Jahr

Quelle: Handbuch für Globale Produktion
Produktivität im Fokus
- und in vielen Unternehmen.
In jedem von uns bisher beobachteten Unternehmen konnten wir Tätigkeiten als produktiv oder unproduktiv
kategorisieren. Dabei wird produktive Zeit als Zeit definiert, die von den Mitarbeitern für Aktivitäten aufgewandt
wird, die für ihre Arbeitsfunktion relevant und von Wert sind. Dies ist von Funktion zu Funktion unterschiedlich:
Z. B. zählen dazu im Vertrieb die Kundenkontakte/-besuche; im Bereich Finanzen die Bearbeitung von Rechnungen;
in der Produktion die Herstellung von Waren usw …
Die unproduktive Zeit wird definiert als Zeit, die von Mitarbeitern für Tätigkeiten aufgewandt wird, die keine
Wertschöpfung darstellen. Die unproduktive Zeit lässt sich in zwei Kategorien
unterteilen: Geschäftszeit und persönliche Zeit.
Die geschäftsbezogene unproduktive Zeit reicht vom Ausfall von IT-Systemen bis hin zur verschwendeten
Zeit beim Warten auf den Beginn von Sitzungen oder aber die doppelte Ausführung von Aufgaben, die bereits
von jemandem anderen erledigt wurden.
Ein Teil der Zeit von Mitarbeitern wird unvermeidbar für persönliche Angelegenheiten wie Telefongespräche,
Gespräche mit anderen Mitarbeitern oder E-Mails aufgewandt. Dies gilt ebenfalls als unproduktive Zeit.
Kein Unternehmen kann je ein Produktivitätsniveau von 100% erreichen.
Aus unseren Erfahrungen wissen wir jedoch, dass ein Produktivitätsniveau von 85% der verfügbaren Zeit möglich ist.

Quelle: Proudfoot Consulting "Produktivitätsbericht" 2007
Die wertvolle Ressource Arbeitszeit bietet große Optimierungspotenziale.
In Deutschland verstreichen immer noch mehr als 34 % der Arbeitszeit ungenutzt - die Gründe:
Grundursachen verschwendeter Arbeitszeit
Wenn während Betriebsüberprüfungen unproduktive Zeit festgestellt wird, kann dies immer einer von sechs
Grundursachen zugeordnet werden. Die folgende Abbildung zeigt eine Aufschlüsselung der gesamten
unproduktiven Zeit, die in den vollständigen Daten der Betriebsüberprüfungen erhoben wurde.
Grundursachen unproduktiver Zeit (% der gesamten verlorenen Zeit)

Quelle: Proudfoot Consulting "Produktivitätsbericht" 2007
Wie Sie sehen können, fanden sich 2006 als Hauptursache für unproduktive Zeit mangelhafte Standards der
Arbeitsüberwachung, knapp gefolgt von "kein System", was als Kürzel für schlechte Managementplanung und
Arbeitssteuerung zu verstehen ist.
In der Mitte fand sich schlechte Kommunikation, wobei hier sowohl interne als auch externe Kommunikation
gemeint ist.
Als weniger wichtig stellten sich Probleme heraus, die sich im Zusammenhang mit Mitarbeitermoral,
mangelhaften oder unpassenden Fähigkeiten der Mitarbeiter und IT ergaben.
Produktivitätsprobleme hinsichtlich Kommunikation waren 2006 jedoch deutlich sichtbarer als im Durchschnitt
der vorangegangenen drei Jahre. Im Gegensatz dazu fiel der Indikator "kein System" im selben
Zusammenhang merklich.
Die produktivsten Unternehmen nach Herkunftsland
Die nachfolgende Abbildung basiert auf einer Reklassifizierung des gesamten Datensatzes für die vier
Jahre der Betriebsüberprüfungen gemäß Herkunftsland der Muttergesellschaft.
Durchschnittlicher Prozentsatz an unproduktiver Zeit nach Herkunftsland der Muttergesellschaft
alle vier Jahre 2003-06

Quelle: Proudfoot Consulting "Produktivitätsbericht" 2007
Um in diese Tabelle aufgenommen zu werden, mussten für das jeweilige Herkunftsland mindestens 30
Betriebsüberprüfungen durchgeführt worden sein. Von den zwölf untersuchten Ländern stellten sich die
Niederlande und Irland als die Herkunftsländer mit der effizientesten Nutzung von Arbeitszeit heraus.
Die USA teilen sich den dritten Rang mit Portugal, Großbritannien liegt an vierter, und Frankreich
an fünfter Stelle.
Das Land mit den am wenigsten produktiven Unternehmen war Japan, gefolgt von Kanada und Deutschland.
Schon deshalb haben wir von der
bm-orga die
Produktivität im Fokus und so begleiten wir
unsere Kunden, damit sie zukünftig noch produktiver und wettbewerbsfähiger werden.